It's too funny to be science.
Goffmans Rahmenanalyse und ihre Anwendung für die Analyse interkultureller Begegnungen in Videokonferenzen.
Neue Medien sind aus unserer alltäglichen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Die Notwendigkeit der Begegnungen von Angesicht zu Angesicht reduzieren sich, stattdessen verlaufen Interaktionen vermehrt schriftlich, mittels Bildtelefon oder gleich als Begegnung zweier Avatare.
Interessanterweise hat die Forschung über Neue Medien diese usammenkünfte vor allem unter der Fragestellung der Gruppenpsychologie, der Community-Bildung oder der linguistischen Variation untersucht, aber nicht als Begegnungen an sich analysiert.
Erving Goffman, als soziologischer Klassiker der zweiten Generation, hat diese Entwicklung nicht mehr mitbekommen. Mit seiner „Ordnung der Interaktion“ hat Goffman es geschafft, kopräsenten Begegnungen als Gegenstand sui generis für die Soziologie zu etablieren, die Rezeption seiner Arbeit im Bereich der Neuen Medien bleibt aber sehr spärlich.
Im Rahmen des Kolloquiums soll das Potenzial von Goffmans Theorie, insbesondere seine Arbeit im Bereich der Rahmenanalyse für die Analyse Neuer Medien erörtert und an multimedialen Beispielen deutlich gemacht werden. „It’s too funny to be science“- diesem Anspruch soll auch mit Möpsen und Astronauten gerecht werden.
Moderation:
Joanna Burchert
(ITB, Universität Bremen)
Referentin:
Eileen Lübcke
(ITB, Universität Bremen)
Termin:
Mittwoch, 16.12.2009 15.00 – 17.00
Ort:
Institut Technik und Bildung, Am Fallturm 1 (Eingang A), Raum 2.07
