Zweijährige Berufe – Chancen und Risiken eines umstrittenen Konzepts
Ergebnisse der Evaluationen von »Kfz-Servicemechaniker« sowie »Maschinen- und Anlagenführer«
Seit August 2004 wird der zweijährige Beruf zum Kfz-Servicemechaniker deutschlandweit erprobt. Dieser Beruf ist curricular eine Teilmenge des 3 ½-jährigen Kfz-Mechatronikers und bietet die Möglichkeit nach bestandener Abschlussprüfung direkt den Vollberuf zu erlernen. Spätestens im Jahr 2009 wird u.a. auf der Grundlage von Evaluationsergebnissen des ITB darüber entschieden, ob der Beruf abgeschafft, modifiziert oder beibehalten werden soll.
Die jährlich steigende Zahl an Auszubildenden zum Kfz-Servicemechaniker und die relativ gute Einbeziehung von Jugendlichen mit Berufsstartschwierigk eiten hat den NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales dazu veranlasst, das Kfz-Servicemechaniker-Konzept uneingeschränkt zum Erfolgsmodell zu erklären. Die Evaluationsstudie des ITB kommt in ihrem Zwischenbericht indes zu einem weniger klaren Ergebnis: Es zeigt sich, dass eine eindeutige Entscheidung zur Zukunft des Berufes nicht möglich ist, vielmehr müssen Modifikationen vorgenommen werden, die die Schwächen des Berufes reduzieren, ohne die zweifellos vorhandenen Stärken zu konterkarieren. Darüber hinaus bleibt die Frage, ob ein Konzept wie das des Kfz-Servicemechanikers auch für andere Berufe sinnvoll sein könnte, wie zurzeit ebenfalls von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen geplant wird.
Moderation:
Apl. Prof. Dr. Martin Fischer ITB – Universität Bremen
Referenten:
Sabine Gruber (fbb, Forschungsinstitut Betriebliche Bildung gGmbH)
Prof. Dr. Georg Spöttl (ITB, Universität Bremen)
Frank Musekamp (ITB, Universität Bremen)
Termin:
Dienstag, 20. Februar 2007, 15:00 – 17:00 Uhr
Ort:
Institut Technik und Bildung, Am Fallturm 1 (Eingang A), Raum 2.07
