Abteilung "Arbeitsprozesse und berufliche Bildung"
Kontakt: Prof. Dr. Georg Spöttl
Stellv. Abteilungsleiter: Dr. Daniela Ahrens, Dr. Lars Windelband
Sekretariat: Julia Tonn
Tel. +49 (0)421 218-66271
Die Abteilung »Arbeitsprozesse und berufliche Bildung« bezieht nicht nur die für die Berufsbildung relevanten Untersuchungsbereiche im engeren Sinne in ihre Arbeit ein, sondern auch die Gestaltbarkeit dieser in die Forschung. Als Integrationsfeld dient daher die Leitidee einer humanen, ökologischen, ökonomischen und nachhaltigen Gestaltung von Arbeit und Technik, die ein entwicklungsorientiertes Verständnis von Berufsbildung nach sich zieht.
Kristallisationspunkte der Forschungsarbeiten sind die Entwicklungen von Arbeit und Technik in Industrie und Handwerk, eine verstärkte Herausbildung von Dienstleistungen in gewerblich-technischen Fachgebieten, die Veränderungen in der betrieblichen Organisations- und Personalentwicklung sowie die Gestaltung von beruflichen Lern- und Lehrprozessen in Schule und Betrieb so wie in der Aus- und Weiterbildung. Dabei wird zukünftig verstärkt darauf geachtet, Forschungsfragen zu formulieren, die sich mit der Gestaltung der Technik bei Berücksichtigung ethischer Dimensionen beschäftigen. Technik wird dabei als real und virtuell, als konventionell und als High-Tech-Technik betrachtet, um die Mensch-Maschinen-Schnittstelle mehrdimensional untersuchen zu können. Hierbei spielt weiterhin die Entwicklung eigenständiger Forschungsmethoden zur Unterstützung der gewerblich-technischen-Wissenschaften eine erhebliche Rolle, ohne die eine wissenschaftsorientierte Forschung nicht betrieben werden kann. Die in Berufen und Berufsfeldern zum Ausdruck kommenden Inhalte und Formen der Facharbeit haben dabei einen hohen Stellenwert. Die Wechselwirkungen zwischen den Gegenständen der (Fach)Arbeit (wie z. B. Technik, Arbeitsorganisation, Werkzeuge usw.) und den dadurch entstehenden Bildungs- und Qualifizierungspotenzialen werden besonders untersucht. Dabei finden alle Zielgruppen des beruflichen Bildungswesens Beachtung, um Abgrenzungsdenken erst gar keine Chance zu geben. Wir haben daher sowohl diejenigen im Blick, die als Absolventen der Sek. I-Schulen mit ihren unterschiedlichen, teilweise problematischen Voraussetzungen eine Berufsbildung nachfragen, als auch diejenigen, die am Ende einer solchen subjektiv wie objektiv adäquate Kompetenzen aufweisen sollten.
Die Gestaltung von Berufsbildern, Curricula, Standards, Technik und die
Bestimmung der Kompetenzen der Subjekte mit Bezügen zu den Arbeitsprozessen gehört dabei genau so zu den Forschungs- und Entwicklungsanliegen der Abteilung wie die Auseinadersetzung mit didaktischen Fragen.
Die Forschungsarbeiten werden im Rahmen von Projekten und Promotionen mit
nationalen und internationalen Bezügen unter Beteiligung von kooperierenden
Instituten aus zahlreichen Ländern durchgeführt.
