Offshore-Kompetenz
Projektdaten
Kurztitel: | Offshore-Kompetenz |
Projekttitel: | Analyse und Sicherstellung beruflicher Kompetenzen und des Qualifikationsbedarfs von Fachexperten bei Montage, Inbetriebnahme und Service von Offshore-Windenergieanlagen sowie Entwicklung und Implementierung nachhaltiger regionaler Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen |
Forschungsfeld: | |
Mittelgeber: | Bundesinstitut für Berufsbildung, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) |
Laufzeit: | 01.10.2010 bis 30.09.2013 |
Projektpartner: | Berufsbildende Schulen Cuxhaven (BBS Cux) |
Ansprechpartner im ITB: | Projektkoordinator: Dr. Lars Windelband |
Projekthomepage: |
Kurzbeschreibung
Für die Küstenländer führt die Etablierung der Energiegewinnung mittels Offshore-Windenergieanlagen bereits heute dazu, dass sich neue Industrien ansiedeln und den notwendigen Strukturwandel unterstützen. Während für die Anlagen- und Systemhersteller an Land vorhandene Ausbildungsberufe hinreichend gut auf die betrieblichen Anforderungen abgestimmt sind, gibt es neue Arbeitsherausforderungen bei der Errichtung, der Montage und dem Betrieb von Offshore-Windkraftanlagen. Daraus resultiert ein veränderter Bedarf nach Fachkräften mit einem Qualifikationsprofil, das darauf ausgerichtet ist, Offshore-Windkraftanlagen zu errichten, zu betreiben, zu warten und effiziente Arbeitsstrukturen bzw. -organisationsformen zu schaffen. Die dazu notwendigen Kompetenzen sind bislang noch nicht erforscht, curricular erfasst und damit nicht Gegenstand der Aus- und Weiterbildung geeigneter Berufsgruppen.
Wenn im großen Maßstab mit der Errichtung von Windparks in der Nord- und Ostsee begonnen wird, besteht die Möglichkeit, durch entsprechende Forschungsmaßnahmen die Facharbeit wissenschaftlich zu analysieren und zu begleiten, um damit Rückschlüsse auf
- die Arbeitsprozesse der Facharbeiter und Facharbeiterinnen,
- den derzeitigen Qualifikationsbedarf und
- den zukünftigen Bedarf an Fachpersonal zu ziehen.
Kooperationsinitiativen sollen ergriffen werden mit Blick auf
- die aktuelle Arbeitsorganisation,
- regionale Netzwerkbildung der Akteure der Aus- und Weiterbildung,
- die Verbesserung existierender Kooperationen durch einen Bottom-up-Prozess und
- die Herausbildung einer Lernortkooperation.
In einem besonderen Schritt soll sichergestellt werden, dass
- die Dokumentation betrieblichen Erfahrungswissens im Sinne eines arbeitsprozessbezogenen Wissensmanagements stattfindet.
- Die Untersuchungen zur Aufschlüsselung der erforderlichen Qualifikationen werden so angelegt, dass die europäische Dimension der Offshore-Unternehmen bei der Montage, der Inbetriebnahme und dem Betrieb von Anlagen mit erfasst wird.
Projektziele
Ziel des Vorhabens ist die Gestaltung beruflicher Curricula, die auf der einen Seite Inhalte der beruflichen Facharbeit darstellen und auf der anderen Seite die internationalen Standards in Bezug auf die Errichtung von Offshore-Anlagen und die Dimensionen der Nachhaltigkeit widerspiegeln sowie einen Bezugsrahmen für die Festlegung von Qualifikationsstandards und deren Einordnung in einen Europäischen Qualifikationsrahmen (EQF) bieten. Gleichzeitig werden die Curricula exemplarisch in einer Berufsbildenden Schule (BBS Cuxhaven) und einer Weiterbildungsorganisation (pm|c) in den Regionen Landkreis Cuxhaven und Landkreis Nordfriesland umgesetzt sowie im Unterricht bzw. für Weiterbildungen angewandt.
Mit dem beantragten Vorhaben ist ferner beabsichtigt, die Dimension der Nachhaltigkeit als curricularer Bestandteil der beruflichen Aus- und Weiterbildung zu verankern. Bei den Berufsbildern wird die Möglichkeit geprüft, über die Struktur der Einsatzfelder die Inhalte in die Berufsbilder und Ausbildungsordnungen zu integrieren.
Methoden
Erste Phase: Konzeption- und Entwicklung
1. Sektorbeschreibung
2. Experteninterviews
Zweite Phase: Projektumsetzung und Erprobung
Basierend auf den Ergebnissen der ersten Projektphase werden die ausgewiesenen Projektziele umgesetzt und erprobt. Die Vorgehensweise folgt folgender Methodik:
1. Nationale Fallstudien
2. Internationale Fallstudien
3. Arbeitsprozessanalysen
Dritte Phase: Evaluation und Transfer
1. Ergebnis der Arbeitsprozessanalysen und Experten-Facharbeiter-Workshops
2. Transfer der Ergebnisse
Vierte Phase: Implementierung und Handlungsempfehlungen
1. Erarbeitung von Vorschlägen für die berufliche Erstausbildung
2. Erarbeitung und Implementierung eines Weiterbildungskonzepts mit dazugehörigem Curriculum für die beteiligten Unternehmen sowie Evaluation der Erprobung der Umsetzung
3. Implementierung der Vorhabenergebnisse in der Erstausbildung (Pilotregion Landkreis Cuxhaven)
4. Implementierung der Vorhabenergebnisse in der Weiterbildung (Pilotregion Nordfriesland)
Ergebnisse/Publikationen
Stehen noch aus.
