Wissensnetzwerk Zement Kalk Beton — Teilprojekt Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation (WN Zement)
Projektdaten
Kurztitel: | WN Zement |
Projekttitel: | Wissensnetzwerk Zement Kalk Beton – Teilprojekt Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation |
Forschungsfeld: | |
Mittelgeber: | Bundesinstitut für Berufsbildung, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) |
Laufzeit: | 01.03.2011 bis 28.02.2014 |
Projektkoordinator: | Verein Deutscher Zementwerke e. V. Düsseldorf |
Projektpartner: | Verein Deutscher Zementwerke e. V. |
Ansprechpartner im ITB: | Sven Schulte |
Kurzbeschreibung
Im Projekt Wissensnetzwerk »Zement-Kalk-Beton« wird untersucht, wie Web 2.0-Technologien in drei zentralen Bereichen der Baustoffe-Steine-Erden-Branche durch Anwendungen in den Bereichen
– Vernetzung von Wissen und Wissensträgern,
– kooperative Wissensgenerierung sowie
– moderne Qualifizierung
eingeführt und genutzt werden können. Mit Abschluss des Projektes soll eine erprobte Wissensnetzwerk-Plattform entlang der Verwertungskreisläufe (Abbau, Produktion, Einsatz, Wiederverwendung) zur Verfügung stehen, die von der gesamten Branche genutzt werden kann.
Das Institut Technik und Bildung (ITB) beteiligt sich an dem Vorhaben um Forschungs- kompetenz in Bezug auf bildungswissenschaftliche Fragen und Web 2.0-Technologien aufzubauen bzw. zu erhalten. Dabei stellt der Bereich Bau einen Anwendungs- schwerpunkt des Instituts dar, in dem zukünftig ggf. weitere Drittmittel eingeworben werden können. Darüber hinaus möchte das ITB Verknüpfungen zu anderen Projekten (z. B. Vila-b) herstellen und entsprechende wissenschaftliche und forschungspraktische Erfahrungen weitergeben.
Projektziele und Methoden
Die Zielsetzung des ITB ist es, das Projekt – und insbesondere die Erprobung – aus (bildungs-) wissenschaftlicher Sicht zu begleiten und die Ergebnisse im Rahmen von wissenschaftlichen Arbeiten und Publikationen zu verwerten. Die Auswertungen fokussieren sich dabei auf die Lernfortschritte eines arbeitsprozessorientierten und von digitalen Medien unterstützten Lernens.
Konkret sind dabei folgende fünf Zielsetzungen der Projektpartner formuliert:
1. Vernetzung von Wissensträgern (Communities zu bestimmten Kompetenzen oder Arbeitsbereichen)
2. Kooperative Wissensgenerierung (Gemeinsame Erstellung und Verfügbarkeit von Fach- und Erfahrungswissen, Wissensbausteine)
3. Innovative Qualifizierung und Vermittlung von Wissen (Blended-Learning-Arrangements)
4. Aufbau von nachhaltigen Strukturen (Zielgruppe Gering qualifizierter Mitarbeiter)
5. Transfer der Ergebnisse (Erprobung und Verbreitung von erfolgreichen Anwendungen in der gesamten Branche)
Das ITB bringt in das Projekt wissenschaftliche Expertise und Erfahrungen in der Analyse und Konzeption von Weiterbildungsansätzen ein, die auf beobachteten Arbeitsprozessen basieren. Im Projekt Vila-b wurde bspw. eine Lernplattform entwickelt und eine Weiterbildung für Fachkräfte konzipiert, die inhaltlich auf Arbeitsprozess- analysen basiert und konzeptionell einen Blended-Learning-Ansatz enthält. Zentrale Elemente dieser Lernplattform sind einschlägige thematische Lernmodule, Datenbanken zu Produkten und Verlegearbeiten für den ökologischen Baubereich, didaktisch aufbereitete Musterlösungen für Probleme die im Arbeitsprozess auftauchen und ein Forum zur Kommunikation und zur Erstellung von User-Generated-Content. Darüber bringt das ITB Expertise mit Blended-Learning-Ansätzen und der Entwicklung medialer Lern- und Wissenssysteme ein (z. B. Internet der Dinge; Beantragung des Projektes ExpertAzubi beim BMBF; Entwicklung eines internationalen online Kfz- Wörterbuchs).
Für das methodische Vorgehen wird für die Evaluation eine Kombination aus quantitativen und qualitativen Verfahren gewählt. Dieses Vorgehen ist als gängige Herangehensweise in der Evaluationspraxis gut geeignet, um die Vorteile der jeweiligen sozialwissenschaftlichen Instrumente zu nutzen. Konkret werden also auf Basis der Forschungsfragen und der Projektziele standardisierte Fragebögen und halbstrukturierte Leitfaden-Interviews eingesetzt.
Forschungsfragen
Im Rahmen der Begleitforschung sollen grundlegende Faktoren für einen erfolgreichen Umgang mit Wissen sowie der Erzeugung, Vermittlung und Weitergabe von Wissen mit Hilfe der modernen Web 2.0-Technologien herausgearbeitet werden. Zentrale Fragen sind:
1. Welche Rolle spielt die betriebliche Kultur für den Umgang mit Wissen?
2. Welche Faktoren müssen gegeben sein, damit eine Wissensweitergabe innerhalb sowie zwischen Organisationen über Web 2.0-Techniken möglich ist?
3. Wie kann Wissen im betrieblichen Alltag effizient erfasst und bedarfsgerecht über Web 2.0-Techniken zur Verfügung gestellt werden?
4. Für welche Gruppen im Unternehmen eigenen sich welche Maßnahmen?
Ergebnisse/Publikationen
Nach Abschluss der Evaluation sollen zentrale, empirisch abgesicherte Erfolgsfaktoren für die Akzeptanz von Web 2.0-Technologien in der adressierten Branche zur Verfügung stehen, die dabei helfen, die Maßnahmen erfolgreich in die Praxis zu transferieren und auf andere Bereiche auszudehnen. Die entwickelten Fragenstellungen, Methoden und die erzielten Erkenntnisse werden im Rahmen von Forschungsarbeiten und in Form von Publikationen wissenschaftlich verwertet und ggf. für einen Transfer in andere Branchen und Projekte aufbereitet.
