ITB-Forschungsberichte 2007
Nr. 21–29 (Zusammenfassungen)
Nr. 29/2007: »Cornerstones of Mentoring Processes« – How to Implement, Conduct and Evaluate Mentoring Projects
Autoren:
Ludger Deitmer, Klaus Ruth
Zusammenfassung:
Dieses Papier beschreibt ein ganzheitliches Mentoring-Konzept, das die wesentlichen Aspekte der Qualifikationsentwicklung berücksichtigt und einen Karriereentwicklungsplan beinhaltet, der das Wechselverhältnis zwischen Kompetenzbewertung und Karriereentwicklung einschließt. Die Entwicklung eines betrieblichen Qualifizierungsplans, der sich an Arbeits- und Lernaufgaben orientiert, wird anhand von Modulen beschrieben, die für die beruflichen Arbeitsaufgaben von Hotel-Rezeptionisten erstellt wurden.
Der Text stützt sich auf die Analyse von Mentoring-Projekten, die in verschiedenen Anwendungsbereichen in ganz Europa durchgeführt wurden.
Wichtigste Quelle ist dabei das regionale Pilotprojekt IMPLEMENT (Integrated Mentoring Plan for the Local Effective Management of Employment), das Mentoring-Prozesse in den zwei Branchen, Touristik und IT, in der griechischen Region Attika implementierte. In diesem Vorhaben wurde eine Mentoring-Methode entwickelt und eingesetzt, die begleitetes Lernen und Karriereentwicklung intergriert und die es auch ermöglicht, Mentoring-Konzepte für spezielle Zielgruppen – in diesem Fall Frauen – zu entwickeln.
Der Aufsatz verfestigt die in dem Vorhaben gemachten Erfahrungen und stellt ein Werkzeug vor, das den Einsatz von Mentoring auch in anderen Bereichen ermöglicht.
Der Forschungsbericht 29/2007 liegt in englischer Sprache vor und kann unter folgender Adresse als pdf-Datei herunter geladen werden:
http://www.itb.uni-bremen.de/fileadmin/Download/publikationen/forschungsberichte/fb_29_07.pdf
Nr. 28/2007: Weiterbildungsprofile und Arbeits- und Lernprojekte
Ergebnisse aus dem Projekt »Weiterbildung im Prozess der Arbeit« (WAP)
Autoren:
Waldemar Bauer, Claudia Koring, Peter Röben, Meike Schnitger
Zusammenfassung:
Der vorliegende Forschungsbericht ist die Fortführung des Forschungsberichtes Nr. 27, in dem das Konzept und die Ergebnisse der Weiterbildungsbedarfsanalyse vorgestellt wurden. In diesem Bericht werden das arbeitsorientierte Weiterbildungskonzept und die eingesetzten Instrumente im Projekt »Weiterbildung im Prozess der Arbeit für an- und ungelernte Fachkräfte in der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg« (WAP) beschrieben. Hierzu werden zunächst betriebliche Handlungsfelder mittels der partizipativen Methodik der Experten-Workshops analysiert und in Form von Arbeitsaufgaben beschrieben und geordnet. Diese Arbeitsaufgaben bilden den Ausgangspunkt für die Entwicklung von betrieblichen Weiterbildungsprofilen. Die Umsetzung des Lernkonzeptes erfolgt in Arbeitsprozessen durch das didaktische Instrument der »Arbeits- und Lernprojekte« (ALP), die aus authentischen betrieblichen Aufgabenstellungen oder Aufträgen abgeleitet werden und sich immer auf eine Arbeitsaufgabe im Profil beziehen. Im Bericht werden die im Projekt entwickelten Weiterbildungsprofile und die Arbeits- und Lernprojekte vorgestellt.
Der Forschungsbericht 28/2007 kann unter folgender Adresse als pdf-Datei herunter geladen werden:
http://www.itb.uni-bremen.de/fileadmin/Download/publikationen/forschungsberichte/fb_28_07.pdf
Nr. 27/2007: Weiterbildungsbedarfsanalysen
Ergebnisse aus dem Projekt »Weiterbildung im Prozess der Arbeit« (WAP)
Autoren:
Waldemar Bauer, Claudia Koring, Peter Röben, Meike Schnitger
Zusammenfassung:
Das Thema Lernen in der Arbeit ist ein bedeutendes Forschungs- und Handlungsfeld in der beruflichen Bildung. Auch im Bereich der beruflichen Weiterbildung werden zunehmend Konzepte des arbeitsorientierten Lernens entwickelt und erprobt (z. B. APO-IT). In der Weiterbildungsdiskussion ist dabei auffällig, dass nicht alle Beschäftigungsbereiche gleichermaßen thematisiert werden. So mangelt es sowohl an Untersuchungen zu den Weiterbildungsbedarfen und -möglichkeiten im Bereich der »einfachen« Arbeit als auch an konkreten Weiterbildungskonzepten für Beschäftigte unterhalb des Facharbeiterniveaus. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Anforderungen im Bereich der »einfachen Arbeit« sowie der geringen Weiterbildungschancen von an- und ungelernten Arbeitern ist dies nahezu unverantwortlich. Des Weiteren erfordert das primär informelle Lernen am Arbeitsplatz, welches oft beiläufig und manchmal sogar unbewusst geschieht, Instrumente zur Planung, Organisation und Reflexion von Lernen und Erfahrungserwerb. Hier besteht ebenfalls ein Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Das Projekt »Weiterbildung im Prozess der Arbeit für Fachkräfte in der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg« (WAP) widmet sich diesem Themenfeld. Ziel des Projektes ist es, ein arbeitsorientiertes Lernkonzept für an- und ungelernte Beschäftigte zu erproben und gleichzeitig praktikable Instrumente in den Unternehmen einzuführen, die diese Lernform dauerhaft in die Personal- und Organisationsentwicklung integrierten. Eines der Instrumente ist die Analyse von Weiterbildungsbedarfen, deren Ergebnisse in diesem Forschungsbericht vorgestellt werden.
Der Forschungsbericht 27/2007 kann unter folgender Adresse als pdf-Datei herunter geladen werden:
http://www.itb.uni-bremen.de/fileadmin/Download/publikationen/forschungsberichte/fb_27_07.pdf
Nr. 26/2007: Dynamics between Occupational and Organizational Commitment in the Context of Flexible Labor Markets
A Review of the Literature and Suggestions for a Future Research Agenda
Autor:
Aaron Cohen
Zusammenfassung:
Dieser Forschungsbericht hat eine doppelte Zielsetzung. Zunächst skizziert er die wichtigsten nordamerikanischen Ansätze zum organisationalen und beruflichen Commitment und die Beziehung dieser beiden Konstrukte zueinander. Hierbei wird davon ausgegangen, dass beide Commitmentformen Parallelen in ihrer konzeptionellen Entwicklung aufweisen und dass die Konzeptionalisierung und Operationalisierung von organisationalem Commitment einen großen Einfluss auf Ansätze des beruflichen Commitments haben. Der zweite Abschnitt diskutiert beide Konstrukte vor dem Hintergrund eines international vergleichenden Forschungsansatzes und wirft Forschungsfragen auf, die sich aus der Übertragung der nordamerikanisch geprägten Commitmentforschung auf den europäischen Kontext ergeben. Insbesondere wird davon ausgegangen, dass sich Abweichungen für beruflich geprägte Arbeitsmärkte und Ausbildungssysteme ergeben wie es beispielsweise in der Schweiz, Österreich und Deutschland der Fall ist. In solchen Kontexten, so die These, könnten die in erster Linie auf die Organisation ausgerichteten nordamerikanischen Commitmentkonzepte möglicherweise weniger erklärungskräftig sein. Es ist anzunehmen, dass die Ausprägung und die Effekte von Commitment auf die Arbeitseinstellung von Arbeitnehmern mit dem jeweiligen Ausbildungssystem variieren. Abschließend gibt der Forschungsbericht einen Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsfelder und –schwerpunkte in diesem Gebiet.
Der Forschungsbericht 26/2007 liegt in englischer Sprache vor und kann unter folgender Adresse als pdf-Datei herunter geladen werden:
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Nr. 25/2007: »Ich habe einen sicheren Arbeitsplatz, aber keinen Job.«
Veränderung psychologischer Arbeitsverträge unter Bedingung von Arbeitsmarktflexibilisierung und organisationaler Transformation
Autoren:
Simone Kirpal, Astrid Biele Mefebue
Zusammenfassung:
Für Fachkräfte transportiert der psychologische Arbeitsvertrag traditionell das Versprechen relativer Arbeitsplatzsicherheit in Verbindung mit zukünftigen beruflichen Entwicklungs- und Karriereperspektiven. Anhand eines Fallbeispiels aus der Telekommunikationsbranche untersucht der vorliegende Forschungsbericht, wie diese Verknüpfung unter den Bedingungen zunehmender Arbeitsmarktflexibilisierung und organisationaler Transformation schrittweise aufgehoben wird. Arbeitnehmer sind zunehmend mit der Situation konfrontiert, einerseits ihren Arbeitsplatz zu sichern, andererseits durch kontinuierliches Lernen die Marktgängigkeit ihres Kompetenzprofils zu gewährleisten und in Eigenleistung eine beruflich-identitätsbezogene Kontinuität herzustellen. Im Zuge dieser Neuorientierung wird unter anderem die Deutung der Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehung als kooperatives Verhältnis in Frage gestellt. Beschäftigte, die subjektiv einen Bruch des psychologischen Arbeitsvertrages wahrnehmen, zeigen verstärkt Merkmale von Formen des Rückzugs, Ausharrens oder der passiven Anpassung. Nicht nur die Loyalität gegenüber und Identifikation mit dem Unternehmen, sondern auch mit den Arbeitsaufgaben und eigenen beruflichen Entwicklungsperspektiven leiden hierunter mit weitreichenden Konsequenzen für die Arbeitszufriedenheit sowie Lern- und Leistungsmotivation. Die Tragfähigkeit des psychologischen Arbeitsvertrages als Integrationsmodus auf transaktionaler und relationaler Ebene wird hierdurch erheblich eingeschränkt. Dies beeinträchtigt nicht nur die Transformationsleistung, sondern erhöht auch für die betroffenen Arbeitnehmer potentiell das Risiko, mittel- bis langfristig aus dem Arbeitsmarkt auszuscheiden.
Der Forschungsbericht 25/2007 kann unter folgender Adresse als pdf-Datei herunter geladen werden:
http://www.itb.uni-bremen.de/fileadmin/Download/publikationen/forschungsberichte/fb_25_07.pdf
Nr. 24/2007: Aneignung beruflicher Kompetenz – interessengeleitet oder leistungsmotiviert?
Autoren:
Johanenes Rosendahl, Gerald A. Straka
Zusammenfassung:
Aufgabe von Betrieb und Schule in der dualen Berufsausbildung ist es, die Kompetenzentwicklung der Auszubildenden zu fördern (KMK 1996). Entsprechend arrangierte Bedingungen an den Ausbildungsorten kommen allerdings nur zum Tragen, wenn seitens der Lernenden geeignete motivationale Orientierungen vorliegen. Sie werden in dieser Studie durch die Konzepte Leistungsmotivation (Heckhausen 1969), Interesse (Krapp & Prenzel 1992) und Selbstbestimmung (Deci & Ryan 1993) konkretisiert und hinsichtlich ihrer Effekte auf bankwirtschaftliche Kompetenz differentiell überprüft. Weiterhin werden die Zusammenhänge ausgewählter Ausbildungsbedingungen, wie erlebte Autonomie am Arbeitsplatz oder Lehrqualität in der Berufsschule, auf die motivationalen Orientierungen untersucht. Es zeigt sich, dass sie unterschiedlich, aber tendenziell niedrig ausfallen. Die Analyse von Partialkorrelationen ergibt, dass die aufgebaute bankwirtschaftliche Kompetenz vornehmlich leistungsmotivational bedingt zu sein scheint. Demgegenüber wird durch Interesse und verschiedene Formen selbstbestimmter Motivation keine zusätzliche Varianz aufgeklärt.
Der Forschungsbericht 24/2007 kann unter folgender Adresse als pdf-Datei herunter geladen werden:
http://www.itb.uni-bremen.de/fileadmin/Download/publikationen/forschungsberichte/fb_24_07.pdf
Nr. 23/2007: Kosten, Nutzen und Qualität der beruflichen Ausbildung
(aktualisierte Ausgabe 2008)
Autor:
Felix Rauner
Zusammenfassung:
Bei der Diskussion über Kosten und Finanzierung der dualen Berufsausbildung kommt den Methoden zur Erfassung des Ausbildungsnutzens eine zentrale Rolle zu. In einem IT+B-Forschungsvorhaben zum Zusammenhang von Kosten, Nutzen und Qualität beruflicher Bildung wurde ein Selbstevaluationsin-strument für Ausbildungsbetriebe entwickelt, das es erlaubt, nicht nur die Ausbildungskosten und –erträge abzuschätzen, sondern zusätzlich auch die Ausbildungsqualität zu ermitteln. Dabei wird nach vier Input-Kriterien und den zwei Output-Kriterien »Berufsfähigkeit« und »berufliches Engagement« unter-schieden. Die Methode ermöglicht auch, den Zusammenhang zwischen Qualität und Rentabilität der Ausbildung insgesamt sowie für alle Ausbildungsjahre zu analysieren und zu veranschaulichen. In der Pilotphase des Projektes wurde die These bestätigt, dass die Rentabilität der Ausbildung mit zunehmen der Ausbildungsqualität ansteigt.
Der Forschungsbericht 23/2007 kann unter folgender Adresse als pdf-Datei herunter geladen werden:
http://www.itb.uni-bremen.de/fileadmin/Download/publikationen/forschungsberichte/fb_23_07_08.pdf
Nr. 22/2007: Work-Process-Analysis in VET-Research
Autor:
Georg Spöttl
Zusammenfassung:
In den vergangenen zehn Jahren etablierte sich in Deutschland die berufswissenschaftliche Forschung. Der Anspruch dieser Disziplin ist die Erschließung des praktischen und theoretischen Wissens und Könnens in der betrieblichen Arbeitswelt mit besonderer Berücksichtigung der Facharbeit. Um diese vor allem Kontext bezogene Forschung zu ermöglichen, wurden einige zentrale Methoden entwickelt. Eine davon ist die Arbeitsprozessanalyse, die auf der »shop-floor«-Ebene stattfindet. Die Konzeption dieses methodischen Zugangs wird in vorliegendem Forschungsbericht vorgestellt. Eine Erprobung fand inzwischen in mehreren Ländern im Rahmen der Qualifikationsforschung statt.
Der Forschungsbericht 22/2007 liegt in englischer Sprache vor und kann unter folgender Adresse als pdf-Datei herunter geladen werden:
http://www.itb.uni-bremen.de/fileadmin/Download/publikationen/forschungsberichte/fb_22_07.pdf
Nr. 21/2007: Messen beruflicher Kompetenzentwicklung
Autoren:
Felix Rauner, Philipp Grollmann, Thomas Martens
Zusammenfassung:
Felix Rauner, Philipp Grollmann und Thomas Martens legen ein Konzept zum Messen beruflicher Kompetenz(entwicklung) vor, das sich auf die Erfahrungen und Ergebnisse eines im Rahmen des Modellversuchs »Geschäfts- und arbeitsprozessorientierte Ausbildung – GAB« entwickelten hermeneutischen Evalutionsverfahren stützt. Über eine Standardisierung der Methode ist die Möglichkeit gegeben, diese in »large-scale«-Untersuchungen anzuwenden.
Nach der Diskussion um die Ergebnisse der PISA-Studie wurde von verschiedenen Seiten die Forderung nach einem »Berufsbildungs-PISA« gestellt. Dieser Forschungsbericht untersucht die Frage, an welche empirischen Arbeiten zur Evaluation beruflicher Bildungsgänge angeknüpft werden kann, und welche Modifikationen des Verfahrens notwendig wären. Im ersten Teil werden die normativen Grundlagen einer modernen Berufsbildung entfaltet und im zweiten Teil die Erfahrungen aus dem Modellversuch GAB einer kritischen Würdigung im Hinblick auf die Möglichkeit einer Standardisierung und der damit verbundenen Zugänglichkeit für die »large-scale« Ebene untersucht. Im dritten Teil werden Perspektiven für die Umsetzung eines solchen Vorhabens aufgezeigt.
Der Forschungsbericht 21/2007 kann unter folgender Adresse als pdf-Datei herunter geladen werden:
http://www.itb.uni-bremen.de/fileadmin/Download/publikationen/forschungsberichte/fb_21_07.pdf
