Pressemitteilungen
Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl aktueller Pressemitteilungen des Institut Technik und Bildung der Universität Bremen. Im Menü links finden Sie unser Archiv mit Meldungen aus den letzten Jahren.
08.03.2013 — Wie erforscht man mit Kindern das Thema erneuerbare Energien?
Studierende entwickelten und erprobten Sachunterrichtsmaterialen zum Experimentieren, die in Bremer Grundschulen eingesetzt werden sollen/Medienvertreter sind zur Präsentation am 12. März eingeladen
Wie kann man mit Kindern die Themen erneuerbare Energien und Energieeffizienz bearbeiten? Was wissen sie darüber und wie können (angehende) Lehrkräfte und Erzieher für diese Aufgabe geschult werden? »Einen wichtigen Beitrag leisten altersgerechte Materialen, mit denen Kinder entdeckend und forschend lernen können«, sagt die Sachunterrichtsdidaktikerin Professor Brunhilde Marquardt-Mau von der Universität Bremen. Mit dem Modell eines Windrads kann man zum Beispiel erforschen, unter welchen Bedingungen es sich am schnellsten dreht. Solche und andere Materialien haben Lehramtsstudierende der Uni Bremen im Rahmen eines mehrjährigen Projekts entwickelt. Erprobt haben sie die Modelle mit Bremer Kindergarten- und Grundschulkindern im universitären Kindergarten-Labor (KIGA-Lab) und Labor für entdeckendes Lernen im naturwissenschaftlichen Sachunterricht (ELISA-Lab). Anschließend setzten die Lehramtsstudierenden die Modelle während ihrer mehrwöchigen Schulpraktika an den drei Bremer Grundschulen Pfälzer Weg, Alfred-Faust-Schule und Buntentorsteinweg ein. Bei zweien sollen sie weiterhin genutzt werden.
Achtung Redaktionen: Am Dienstag, 12. März 2013, präsentieren die Studierenden ihre entwickelten Materialen und übergeben sie an Vertreter der Alfred-Faust-Schule und Grundschule Buntentorsteinweg. Die Veranstaltung beginnt um 14.30 Uhr im KIGA-LAB (GW2 B, Raum 2180, Bibliothekstraße 1, 28359 Bremen). Medienvertreter sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen.
»Hat Wind Kraft?«
Um zum Beispiel zu erforschen, ob Wind Kraft hat, machten die Studierenden mit den Kindern unterschiedliche Experimente: sie hoben mit dem Modell eines Windrads Lasten oder erzeugten Licht. Auch bauten sie mit Holzklötzen kleine Mauern vor ein Windrad, um zu untersuchen, unter welchen Bedingungen es sich am schnellsten dreht. »Ein zentrales Anliegen dabei war, Lernsituationen so zu gestalten, dass das eigene Entdecken und Experimentieren im Vordergrund steht«, sagt Professor Brunhilde Marquardt-Mau. Eigenständige Denkprozesse der Kinder und kreative Zugänge sollten ermöglicht werden.
Was verstehen Kinder unter »erneuerbaren Energien«?
Während des Projekts wurde deutlich, dass viele Kinder bereits eine Vorstellung von Energie und erneuerbaren Energien haben. In Interviews erzählten Acht- bis Zwölfjährige den Studierenden, dass sie mit dem Begriff Energie zum Beispiel Strom, Kraft, körperliche Aktivität oder Bewegung verbinden. Viele wissen auch, dass Energiesparen gut ist, um die Umwelt zu schützen oder Geld zu sparen. Sie kennen Wind- und Photovoltaikanlagen und deren Zusammenhang zur Stromgewinnung. Mit dem Begriff erneuerbare Energien können sie jedoch wenig anfangen und haben andere Assoziationen. Insgesamt stößt das Thema auf großes Interesse bei den Kindern. »Ihre Vorstellungen lassen sich durch entdeckende und forschende Lernsituationen sehr gut anreichern«, sagt Professor Brunhilde Marquardt-Mau. Dadurch bekommen sie ein größeres Verständnis für Energiethemen.
Über das Projekt:
Das Projekt mit dem Titel »Entdeckendes Lernen zum Thema Erneuerbare Energien im Sachunterricht« (ELEESA) wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zweieinhalb Jahre mit 120.000 Euro gefördert. Geleitet wurde es von Professor Brunhilde Marquardt-Mau und Dr. Regina Rojek vom Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften (FB 12) in Kooperation mit Falk Howe und Werner Müller vom Institut für Technik und Bildung (ITB) sowie Wolfgang Günther (FB 12). Insgesamt nahmen rund 500 Kinder, 250 Studierende, 60 Lehrkräfte und 15 Erzieherinnen an dem Projekt teil.
Weitere Informationen:
Universität Bremen
Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften
Interdisziplinäre Sachbildung/Sachunterricht – Schwerpunkt Naturwissenschaften
Prof. Dr. Brunhilde Marquardt-Mau
Tel. +49 (0)421 218-69410
E-Mail bmm(ät)uni-bremen.de
Institut Technik und Bildung (ITB)
Werner Müller
Tel. +49 (0)421 218-66304
E-Mail werner.mueller(ät)uni-bremen.de
01.03.2013 — Lernsoftware für Elektroniker-Ausbildung mit »digita 2013« ausgezeichnet
Entwicklung vom ITB der Universität Bremen und dem iTAB der Technischen Universität Hamburg-Harburg
Das Institut Technik und Bildung (ITB) der Universität Bremen hat gemeinsam mit dem Institut für Technik, Arbeitsprozesse und Berufliche Bildung (iTAB) der Technischen Universität Hamburg-Harburg eine Lernsoftware zur Unterstützung der Ausbildung im Elektrohandwerk entwickelt. Das digitale Angebot mit dem Titel »Kompetenzwerkst@tt-Elektrohandwerk« hat jetzt in der Kategorie Berufliche Bildung und Studium, Sparte Ausbildung, den hochrangigen Deutschen Bildungsmedien-Preis, den »digita 2013« gewonnen. 92 Teilnehmer hatten sich zum Wettbewerb angemeldet. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Bildungsmesse »didacta 2013« Ende Februar in Köln. Im vergangenen Jahr wurde die »Kompetenzwerkst@tt-Elektrohandwerk« bereits mit dem »Comenius EduMedia-Preis« ausgezeichnet und hat nun mit dem »digita 2013« die beiden wichtigsten deutschen Bildungsmedienpreise erhalten.
Was bietet die Lernsoftware »Kompetenzwerkst@tt-Elektrohandwerk«?
Die an der Universität Bremen und an der Technischen Universität Hamburg-Harburg entwickelte Lernsoftware ist für den Ausbildungsberuf des Elektronikers der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik gedacht. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist ihre Einsatzmöglichkeit an allen Lernorten: Betrieb, Berufsschule und Überbetriebliche Ausbildungsstätte. Berufstypische Beispielsituationen für den kompletten Arbeitsprozess von der Auftragsannahme bis zum Auftragsabschluss werden mit konsequenter Kundenorientierung dargestellt. Der Erwerb von Fachkompetenz ist jeweils an konkrete Handlungssituationen gebunden. Außerdem bietet die Software hilfreiche Informationen und weiterreichende Materialien an. Die in Modulen aufgebaute Software ist durch Austausch und Download erweiterbar und gibt Lehrkräften Hinweise zur Gestaltung von Lern- und Arbeitsaufgaben. Die Auszubildenden erhalten neben den Selbstlerntools in einem Portfolio einen Überblick über die von ihnen bereits absolvierten Lerninhalte.
Weitere Informationen zu dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds geförderten Projekt einschließlich einer kostenlosen Downloadmöglichkeit der Lernsoftware sind zu finden unter www.kompetenzwerkstatt.net .
Weitere Informationen:
Universität Bremen
Institut Technik und Bildung (ITB)
Prof. Dr. Falk Howe
Tel: +49 (0)421 218-66300
E-Mail: howe(ät)uni-bremen.de
03.12.2012 — Nach dem Autounfall hilft der »Kümmerer«
Kfz-Unfallschadenmanagement (USM) als europaweiter Qualifizierungsansatz/
Universität Bremen startet nach Pilotphase das EU-Projekt »USM«
Um die rund 45 Millionen Kraftfahrzeuge in Deutschland zu warten und zu reparieren, befinden sich in der Kfz-Branche an die 80 000 junge Menschen in einer Berufsausbildung oder Weiterbildung. Neben den Grundlagen ist das Unfallschaden-Management eine wichtige aber vernachlässigte Säule in der Ausbildung – und zwar europaweit. Das Institut Technik und Bildung der Universität Bremen hat dieses Defizit erkannt. Nach zwei erfolgreichen Pilotseminaren unter der Leitung von Professor Georg Spöttl, Vorstandsmitglied des ITB, mit Studierenden der Uni Bremen für das Lehramt an beruflichen Schulen, Schwerpunkt Kfz-Technik soll das Programm jetzt ausgeweitet werden: In einem Life Long Learning-Projekt, gefördert von der Europäischen Kommission im Förderprogramm Leonardo da Vinci, sollen die Ergebnisse des Qualifizierungsprofils nun auch in sechs europäischen Ländern umgesetzt werden.
Weiterführende Informationen finden Sie hier und unter folgender Adresse:
Universität Bremen
Institut Technik und Bildung (ITB),
Prof. Dr. Georg Spöttl M.A.
Tel.: 0421 218 66 270
E-Mail: spoettl(ät)uni-bremen.de
web: www.itb.uni-bremen.de
03.07.2012 — Kompetenzwerkst@tt-Elektrohandwerk der Uni Bremen: Bedeutender Preis für Bildungsmedien
Die Lernsoftware »Kompetenzwerkst@tt-Elektrohandwerk« gewinnt den Comenius-EduMedia-Preis für Multimedia-Bildungsprodukte
Großer Erfolg für die Kompetenzwerkst@tt-Elektrohandwerk der Uni Bremen: die arbeitsprozessorientierte Lernsoftware zur Unterstützung der Ausbildung im Elektrohandwerk erhielt den bedeutendsten deutschen Preis für IKT-basierte Bildungsmedien. Die Gesellschaft für Pädagogik und Information e. V. (GPI) verlieh der Kompetenzwerkst@tt den Comenius-EduMedia-Preis 2012 für besonders wertvolle Multimedia-Bildungsprodukte
Die Kompetenzwerkst@tt-Elektrohandwerk wurde am Institut Technik und Bildung der Universität Bremen unter der Leitung von Professor Falk Howe in Kooperation mit der Technischen Universität Hamburg-Harburg entwickelt. Es handelt sich um eine Lernsoftware, die die Berufsausbildung im gewerblich-technischen Bereich an allen Lernorten unterstützt. Sie bietet Lehrkräften und Ausbildern Hilfestellungen und Instrumente zur Gestaltung arbeitsprozessorientierten Lernens und Lehrens. Das Projekt erhielt bei der Preisverleihung für exemplarische Bildungsmedien sowohl das Comenius-EduMedia-Siegel als auch die Comenius-EduMedia-Medaille. In ihrer Laudatio betonten die Juroren, »dass die Kompetenzwerkst@tt-Lernsoftware insbesondere mit ihrer konsequenten Orientierung an beruflichen Arbeitsprozessen und Kundenaufträgen, einer hohen fachlichen, didaktisch-konzeptionellen und mediengestalterischen Qualität sowie hoher Praxisrelevanz überzeugt«.
Eine kostenlose Downloadmöglichkeit der Lernsoftware und weitere Informationen zum vom BMBF und ESF geförderten Projekt gibt es unter www.kompetenzwerkstatt.net
Weitere Informationen:
Universität Bremen
Institut Technik und Bildung (ITB)
Prof. Dr. Falk Howe
Tel. 0421/218-66300
E-Mail: howe(ät)uni-bremen.de
www.kompetenzwerkstatt.net
