VETAS
Projektdaten
Projektname: | VET Stakeholders in the Automotive Sector |
Kurzbezeichnung: | VETAS |
Forschungsfeld:
| 2. Arbeit und Qualifikation und |
Mittelgeber: | LLP – Leonardo da Vinci Networks |
Laufzeit: | 01.12.2008–31.05.2011 |
Projektleitung: | Gerald Thiel, DEKRA Akademie GmbH |
Projektpartner: | DEKRA Akademie GmbH (DE, Koordinator) |
Ansprechpartner | |
Projektwebsite: |
Kurzbeschreibung
Zielsetzung
Der Automobilsektor der Gegenwart ist charakterisiert durch eine fortdauernde Innovationsdynamik im Bereich der Arbeitsprozesse, die Herausbildung globaler Netzwerke und steigenden Wettbewerbsdruck. Für die Beschäftigten bedeutet dies steigende Anforderungen im Hinblick auf die Flexibilität, mit der sie dem sich wandelnden Bedarf in der Arbeitswelt Rechnung tragen. Sie müssen in der Lage sein, sich mit komplexen Arbeitsanforderungen auseinander zu setzen, die ihrerseits nur im Zusammenwirken aller Akteure in diesem Feld – Unternehmen, Beschäftigte, Sozialpartner, Bildungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen – angemessen bestimmt werden können. Vor diesem Hintergrund strebt das von der DEKRA Akademie GmbH koordinierte Projekt die Schaffung eines Stakeholder-Netzwerks zur Ausbildung im Automobilsektor an.
Das Konsortium unter der Leitung der DEKRA Akademie GmbH strebt die Einrichtung eines Netzwerks mit dem Ziel an, die Identifizierung von Beispielen guter Praxis in der Aus- und Weiterbildung zu erleichtern und Kooperationen bei der Verbesserung von Qualifizierungsprozessen zu ermöglichen. Die Form des Stakeholder-Netzwerks hat das Potenzial, eine Qualitätssicherung in der Ausbildung in der Weise zu verwirklichen, dass die Anforderungen des Arbeitsprozesses in größtmöglichem Umfang durch die Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen der Arbeitnehmer abgedeckt werden. Zur Schaffung einer »zone of mutual trust« soll das Netzwerk die Stakeholder mit Informationen über die Ausbildungs- und Qualifizierungsprozesse des Automobilsektors in verschiedenen europäischen Ländern versehen und so die Transparenz verbessern. Auf der Grundlage der Zusammenarbeit mit Stakeholdern wird das Netzwerk Methoden entwickeln, Qualifikationsanforderungen zu identifizieren und in Qualifikationsprozesse umzusetzen. Die Beispiele guter Praxis dienen als Referenzmodelle für allgemein anerkennungsfähige Qualifikationsstandards.
Die Hauptbestandteile des Arbeitsprogramms sind folgende:
- Erstellung einer Wissensdatenbank mit Informationen über die Situation der beruflichen und berufsbezogenen Bildung im Automobilsektor zur Nutzung für alle Stakeholder in diesem Sektor,
- Erstellung einer Übersicht über Methoden zur Entwicklung von Berufsprofilen und zur Gestaltung von Qualifikationsprozessen,
- Erhebung und Evaluation von Ausbildungsansätzen und -konzepten für den Automobilsektor auf nationaler und europäischer Ebene,
- Identifizierung von Beispielen guter Praxis,
- Schaffung eines Forums zum Informationsaustausch,
- Erarbeitung von Handlungsempfehlungen.
Forschungsschwerpunkte
Arbeits- und Qualifikationsprozesse, Innovation, Transparenz von Qualifikationen
Methoden
Die inhaltliche Arbeit des Projekts ist in drei Entwicklungspakete sowie umfangreiche Verwertungs- und Verbreitungsaktivitäten gegliedert. Im Zuge des ersten Arbeits- pakets unternimmt das Konsortium mittels Quellenanalyse und Experteninterviews eine Erhebung zu den Bedingungen der Aus- und Weiterbildung im Automobilsektor und erstellt auf dieser Grundlage eine Wissensdatenbank. Diese Arbeit wird vorwiegend von den wissenschaftlichen Kernpartnern ITB (Deutschland), CREDIJ (Frankreich) und Politecnico di Torino (Italien) durchgeführt.
Auf dieser Grundlage werden Methoden zur Entwicklung von beruflichen Qualifizie- rungsprozessen und arbeitsprozessorientierter Qualifikationsprofile analysiert und Beispiele guter Praxis identifiziert. Dieser Teil des Forschungsprogramms wird durch den österreichischen Partner 3s research laboratory koordiniert. Abschließend werden bestehende Aus- und Weiterbildungsaktivitäten evaluiert und ein Forschungsbericht erstellt.
(Zwischen-)Ergebnisse
Die Forschungsaktivitäten zu dem Arbeitspaket »Erarbeitung einer Wissensdatenbank« haben zur Erarbeitung umfassender Länderberichte sowie eines integrierenden Forschungsberichts geführt. Eine Testversion des Web-Portals mit Anbindung an vier thematische Datenbanken (»Country information«, »Innovative approaches«, »VET providers« und »European resources«) sowie einem Diskussionsforum wurde entwickelt. Die finale Version ist seit Herbst 2010 unter der Adresse www.vetas.eu erreichbar.
Im Zuge der Arbeitspakete zur Analyse und Evaluation von Methoden zur Entwicklung von Qualifikationsprozessen und zur Identifizierung von Beispielen guter Praxis im Bereich der Aus- und Weiterbildungsaktivitäten wurden Länderberichte sowie ein Gesamtbericht vorgelegt und provisorische Kriterien für die Formulierung eines Referenzmodells entwickelt.
Am 9./10. Mai 2011 fand in Brüssel die Abschlusskonferenz des VETAS-Projekts zum Thema »Vocational Education and Training in the Automotive Sector« statt. Die wichtigsten Ergebnisse der Konferenz sind in einem Newsletter dokumentiert, der hier abgerufen werden kann.
